Wenn ein Kind alles ändert

Von:
Markus Einspannier

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Ein Kind ändert so ziemlich alles im Leben was man sich vorstellen kann.

Schon während der Schwangerschaft kommt es nicht selten vor, das auch werdende Väter „Mitschwanger“ sind.

Ich selber als bestes Beispiel, konnte mir bis vor ein paar Jahren gar nicht vorstellen irgendwann einmal Vater zu werden. Ich bin doch noch Jung, und das hat doch noch Zeit waren wohl die häufigsten Ausreden um dem unbequemen Thema erstmal aus dem Weg zu gehen.

Viele befreundete Paare konnten Ihre Neugier nicht verbergen, und fragten ständig mit breitem Grinsen wann es denn soweit wäre bei uns.

Es ist dieses unliebsame Thema welches wohl jedes Kinderlose Pärchen um die dreißig gerne mit Fragen über z.B dem neuen Auto der Bekannten ausweicht.

Ein Kind…Nö, erstmal nicht.

Etwa 3 Jahre später war es jedoch dann trotzdem soweit. Geplant ? Nein. Es drauf angelegt ? Vielleicht. Verhütet ? Hmm

„Ich hoffe Du sitzt“ war die erste Frage nachdem mein Arbeitgeber mir den Telefonhörer in die Hand drückte, und meine Freundin mir die frohe Botschaft mitteilte. Das Nervöse zucken in meiner Hand ist Ihr nicht entgangen. Es war sogar ein sehr  nervöses zucken, und Blässe wie Schweiß teilten sich die Fläche in meinem Gesicht.

Wir bekommen ein Kind !

Der erste Schock wich kurz darauf der Vorfreude

Ein Kind, ich fasse es nicht !

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Das ganze liegt jetzt mittlerweile 17 Monate zurück, und die Beziehung hat sich stark verändert. Abstriche in Freizeit und Schlaf werden erst bewusst wahrgenommen wenn Sie fehlen. Wie das bei allem so ist.

Die größte Umstellung die bevorsteht ist im Prinzip das ganze Leben.

Es ändern sich die Schlafgewohnheiten, die Essgewohnheiten und auch alles andere ist ganz plötzlich ganz anderes. Viele Menschen die Ungeplant ein Kind bekommen stehen vor einem gewaltigen Berg Arbeit.

Eine kleine zwei Zimmer Wohnung muss schnellstens einer größeren weichen. Der Polo muss weg, und mindestens ein Kombi her.

Frauen in der Schwangerschaft betreiben den Nestbau schneller als der werdende Vater bis drei zählen kann, und am besten noch gestern alles erledigt bekommen.

In einer gut funktionierenden Beziehung müssen sich werdende Mütter einfach zu einhundert Prozent auf ihre Partner verlassen müssen. Gerade wenn das Kind im Gemeinsamem Haushalt seine Platz gefunden hat, sollten alte Gewohnheiten der Vergangenheit angehören.

Es liegt nicht mehr alleine in der Hand der Frau das Kind großzuziehen, sich um den Haushalt kümmern, und nebenbei noch  als Sexbombe in High Heels durch das traute Heim spazieren. Da ist der moderne Papa von heute genauso gefordert.

Windeln wechseln hat nicht viel mit Freude zu tun, genauso wenig wie Wäsche waschen. Es gehört jedoch dazu.

 

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Ich möchte hier nicht klingen als ob ein Kind nur Nachteile mit sich bringt, aber fehlende Sexuelle Lust und Aktivität gehören erstmal dazu. Das ist in den allermeisten Beziehungen so. Da könnt Ihr noch so gut miteinander harmonieren. Ihr werdet merken das auch diese nette Nebenbeschäftigung nicht mehr sooft stattfinden wird.

Viele Mütter haben das Bedürfnis Ihr Kind bestmöglich zu versorgen. Das fängt bei ach so zuckersüssenknuddelstramplern an, und hört auch bei der Einrichtung des Kinderzimmers zusammen.

Aber nichtsdestotrotz ist das Gefühl Eltern zu werden unbeschreiblich. Man erlebt vom Tag der Geburt (bestenfalls) einen wahren Glücksrauch. Eltern entwickeln ein Auge dafür von wem die Nase stammt, und wessen Augen der kleine zierliche Nachwuchs wohl haben mag.

Und wenn die kleinen dann erstmal anfangen zu laufen kommt man selbst ins rennen, und spart am Fitnessstudio ordentlich ein.

Ein Kind genießt volle Aufmerksamkeit, und fordert diese auch immer ein. Lautes Geknatsche und kaputte Dekorationsmittel die in tausend scherben fallen gehören zum guten „Ton“.

Wenn mein Sohn mich anlächelt und mit seinen lebhaften Blick die Sonne in den Schatten stellt, blüht mir das Herz. Es ist eine tolle Erfahrung Vater zu sein. Es ist nicht immer einfach.

Manchmal ist man auch froh wenn der kleine Wirbelwind schläft

Wichtig ist für die Eltern auch die gegenseitige Kommunikation, die Achtung, Wertschätzung  und den nötige Freiraum einzuräumen.

Wir sind alle Menschen, die sicherlich auch hier und da in der Erziehung Fehler machen werden. Genau das ist auch gewünscht. Denn wie soll man sonst Lernen etwas besser zu machen, wenn man nicht aus seinen Fehlern lernen darf ?

Es wird auch immer diese unbeliebten Klugscheißer geben, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, und für jedes Problem die passende Musterlösung bereithalten. Ganz oft sind es in Sachen Erziehung die Eltern, oder die Schwiegereltern. Oder noch schlimmer Eltern die schon 7 Kinder haben, und Dir erzählen wollen wie das mit den Kindern funktioniert.

Lasst euch nicht verunsichern. Auch wir wurden sicherlich von unseren Eltern nach besten Gewissen großgezogen. Wir haben noch Achtung und Respekt gehabt. Und genau das wollen wir doch unseren Kindern weitergeben.

Wenn man es als Eltern schafft die Kommunikation aufrecht zu erhalten, und sich auf einander verlassen kann, ist das gröbste schon geschafft.

Stolze Eltern teilen sich die Arbeit, denn jeder hat so seine kniffe womit man Trumpfen kann den Haushalt auf Vordermann zu bringen.

Wichtig ist auch auf die Bedürfnisse des Partners einzugehen. Ich empfinde es als Vater überhaupt nicht als lästig mit Junior mal einen Tag alleine zu verbringen, damit Mama sic beim schwimmen erholen kann. Oder ihr die Füße wie ein Bankdtücker zu massieren da Sie gefühlte 2ß km den kleinen hinterher rennen muss.

Es ist einfach wichtig darauf zu achten, das die persönlichen Bedürfnisse nicht unter dem Eltern Dasein leiden. Ein Kind zu haben bedeutet nicht die ultimative Selbstaufgabe

Die Bedürfnisse eines Kleinkindes sind noch recht überschaubar. Es macht einfach unheimlich Spaß den kleinen Kerl lachen zu sehen, wenn er sich wieder eine Katastrophe ausdenkt, und dementsprechend handelt.

Zuzusehen wie Sie größer werden und immer mehr Dinge dazulernen, ist eine der schönsten Erfahrungen die man überhaupt machen kann.

Ich denke gerne an die zeit des Ausschlafens zurück. Die Nächte die man durchgemacht hat.

Aber egal woran ich jetzt auch zurückdenke, mein Sohn ist das beste das mir überhaupt passieren konnte.

Denn auch als Erwachsener lernt man niemals aus

 

von:

Markus Einspannier

 

 

 

 

 

 

 

Endlich zusammenziehen…wird auch Zeit Jung

Zusammenziehen ? Wer kennt das nicht ?

Jahrelang hat man das Single Leben mehr oder weniger genossen, und dann lernt man die Person kennen mit der man sich dann entschließt die Bude zu teilen. Was am Anfang noch Teddybärchenrosarot klingt, kann auf lange Sicht schon einen wahren Geschlechterspezifischen Kulturschock verursachen.
Gerade Junge Männer dürften schnell bemerken, das die Herzallerliebste anfängt mit magischen Bewegungen, unerklärliches zu leisten.


 

Wo sich gestern noch neben dem verstaubten Bücherregal drei Bierkästen mit löchrigen Socken türmten, steht plötzlich eine Geschmackvolle Vierzig Euro Vase, mit Stilvoll ausgesuchten Dekosand und sonstigen für den Mann unerklärlichem Gedöns.
Die seit Jahren muffig durchgepennte Star Wars Bettwäsche weicht einem pastellfarbenden Herbst look die jede Depression in die Schranken weist.
Und zu allem überfluß existiert neben all dem Kram und Säcken, wieder eine Küche mit funktionierenden Herdplatten.

Zusammenziehen lautet die magische Tat.

Es gibt ja sicherlich auch diese Männer die auch mit mitte vierzig noch im Hotel Mama leben, und der Room Service keinen Aufpreis kostet.
Aber selbst unter normalen Umständen dürfte früher oder später der passende Deckel gefunden werden. Hoffnungslose Fälle sollten jedoch nicht den Kopf in den Sand stecken.
Im Zeitalter von Online Dating braucht man sich ja anfangs noch nicht mal vor die wagen. Wenigstens etwas…

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Wie es anfangs so ist, wird ja bekanntlich beim Kennenlernen die Schokoladenseite besonders herausgeputzt, und vom zusammenziehen ist noch lange keine Rede. Gemeinsame Unternehmungen sind an der Tagesordnung, und auf Wolke 7 ist es ja sehr bequem.

Das Verliebtsein ist mitunter das schönste Gefühl was man überhaupt empfinden kann, und die Zeit die man miteinander verbringt verursacht einen wahren Gefühlsrausch.

Irgendwann kommt jedoch der innere Wunsch sich vom Hotel Mama zu lösen, und mit der grossen Liebe zusammenziehen zu wollen.
Seltsamerweise sind es jedoch die Frauen die eine gewisse Erwartungshaltung gegenüber Ihren Partnern haben.
Evolutionsbedingt sehnt auch die Frau von heute sich nach Sicherheit.

Die Frage wer zu wem zieht ist damit schon besiegelt. Sie zieht zu Ihm. Es sei denn er wohnt noch zuhause, dann zieht die Frau schlimmstenfalls höchstens weiter, und das war es dann.

Da Männer sehr pragmatisch sind und eher selten über schicke wohnliche Designelemente verfügen ( abgesehen von allen Technischen Anschaffungen der letzten Jahre, die sich wohl in jeder Ecke wiederfinden durften), sieht Sie sich in der Pflicht aus dem „Wohnloch“ ein schönes visuell angenehmes zuhause zu schaffen.

Was liegt da näher als mit Ihm Samstag früh erstmal nach Ikea zu fahren. Widerworte dürften nicht zu erwarten sein, denn jetzt hat Sie die Hosen an und zeigt wie es geht.
Versteht mich nicht falsch, auch Männer können sich ein wirklich schönes zuhause schaffen, und durchaus ordentlich sein un sich wie ein erwachsener Mann verhalten.

Aber mal erhlich, wieviel fallen Dir ein ?


Wenn man mal durch die schwedische Möbelhäuser geht, bekommt man sehr schnell vieles mit was einem sonst immer im verborgenen blieb.
Frauen haben sehr oft einen ausgeprägten Sinn für harmonische Elemente, kreative Ideen und andere für den Mann unglaubliche Ideen.

Zielorientiert wie Sie sind, laufen Sie halt Schnurstracks zu den…Gardinen, Betten, Regalen…
Da bleibt keine Zeit für andere Dinge.

Zusammenziehen heißt auch zusammenarbeiten. Sie sucht aus, er zahlt.
Ja, das durfte Feministen auf dem Plan rufen, aber die Realität Beweist das nun mal.

Mit dem Dispo im Hinterkopf, und der Schuldnerberatung in der Google Suchanzeige steht man schon mal schnell am Ende des Tages vor einen finanziellen Desaster.
Denn über kurz oder Lang wird Sie die Wohnung so gestallten wie Sie es für richtig hält.
In Fachkreisen nennt man dies auch „Nestbau“.

Aber mal ehrlich, Sie können es auch einfach besser.

Im Laufe der Zeit ist es aber auch das es anfängt zu kriseln wenn die berühmte Zahnpastatube mal wieder offen rumliegt.
Das Waschbecken nach dem Rasieren nicht perfekt sauber zurückgelassen wird.
Die Frau ist schließlich (noch) keine Mama.

Zusammenziehen bedeutet aber auch Rücksichtnahme. Die Macken des anderen sind nicht dafür gedacht Sie auszutreiben.
Gerade diese machen einen Menschen doch erst Liebenswert.

 

•Zusammenziehen bedeutet nicht sich selbst aufgeben, sondern gemeinsame Ziele haben und darauf zu arbeiten.
•Zusammenziehen heißt sich Lieben und Tolerant sein
•Zusammenziehen heißt Abstriche machen. Man ist schließlich nicht mehr alleine

Zusammenziehen heißt aber auch sich im klaren darüber zu sein, das das (Single) Leben wohl erstmal vorbei ist.

 

Und wer will da noch Single sein ?